Horselover of the Month - November 17 | 4my.horse

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Horselover of the Month - November 17

Christina Rufener mit dem Muli über dem Sprung

Horselover of the Month - November 17

Christina Rufener mit Diva

Wer sind all die Pferdefreunde, die sich auf 4my.horse eingetragen haben und damit ein Zeichen für eine pferdegerechtere Welt setzen? Wir möchten es herausfinden und haben dazu eine Interviewserie gestartet.

Im November dürfen wir Christina Rufener vorstellen, die hier ganz schön sportlich unterwegs ist:
Christina Rufener beim Sprung ins Wasser
Liebe Christina, erzähle uns doch kurz etwas über Dich. Was machst Du beruflich und welche Hobbies betreibst Du?

Mein Name ist Christina Rufener, ich bin 27 Jahre alt und wohne in Bern. Ich habe Agrarwissenschaften studiert und arbeite momentan intensiv an meiner Doktorarbeit zum Thema Brustbeinfrakturen bei Legehennen. Ich habe mich sehr bewusst für dieses zeitintensive und energieaufwändige weiterführende Studium entschieden – deshalb bleibt mir ausser dem Reiten kaum Zeit für weitere Hobbies. Wenn ich mal einen Moment der Ruhe finde, setze ich mich gerne mit einem Buch aufs Sofa oder koche etwas Gutes.

Spielen Pferde in Deinem Leben eine grosse Rolle und gibt es ein besonderes Pferd in Deinem Leben?

An meiner Begeisterung für Pferde ist definitiv Wendy schuld! Meine Grosseltern haben mich immer mit alten Ausgaben aus der Brockenstube versorgt, weil meine Eltern von meiner Pferdebegeisterung nicht sehr angetan waren – denn Reitstunden waren bei uns schon rein finanziell nicht möglich. Da ich bis dahin weder mit Schlagzeugspielen, Geräteturnen oder Karate happy wurde, war die Reiterei für sie nur ein weiteres Hobby, das ich mal zum Spass ausprobieren wollte und dann mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder hinschmeissen würde. Schlussendlich habe ich es meinem Götti zu verdanken, dass ich über mehrere Jahre hinweg Reitstunden besuchen durfte.

Nach einem langen Umweg über die Galopper und Trainingsreiten im Rennstall bin ich mittlerweile glückliche Reitbeteiligung einer Hannoveranerstute. Meine Dankbarkeit der Besitzerin gegenüber ist immens – ich habe alle Freiheiten, darf Kurse (und falls ich wollte auch Turniere) besuchen und das Pferd wie mein eigenes behandeln. So kommt es, dass ich in beruflich nicht all zu stressigen Zeiten bis 6mal pro Woche zum Pferd kann.

Mittlerweile sind Diva und ich ein tolles Team geworden – nachdem wir zu Beginn manchmal etwas verschiedene Ansichten bezüglich Zusammenarbeit, Reaktionsfreudigkeit oder Tempo hatten, besuchen wir nach unseren gemeinsamen zwei Jahren nun erfolgreich Militarykurse und geniessen tolle Ausritte.

Pferde (und im Moment besonders Diva) sind deshalb nicht nur ein Hobby für mich, sondern auch ein Ausgleich für mentale und körperliche Belastungen im Alltag. Mit einem Pferd zu arbeiten heisst für mich, sich auch persönlich weiter zu entwickeln – und das hat mich Diva im Extrem gelehrt! Nach einiger Zeit die Früchte dieser Arbeit ernten zu können bedeutet mir sehr viel und hat deshalb über das Stalltor hinweg positive Auswirkungen auf mich.

Am Sprung mit dem Maultier

Was ist Dir das Wichtigste, wenn Du Zeit bei Pferden verbringst?

Wenn ich beim Pferd bin, möchte ich mich ihm voll und ganz widmen können. Das heisst nicht nur, Gedanken an den Alltag hinter mir zu lassen – sondern auch, mir keinen Zeitdruck zu machen. Wenn ich spätabends „noch schnell zum Pferd muss“, haben weder das Pferd noch ich etwas davon. Wenn ich hingegen mit einem guten Gefühl und viel Vorfreude in den Stall fahre, ergibt sich meist alles von allein. Im Umgang und beim Reiten ist mir dabei am wichtigsten, dass ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis herrscht – nicht nur vom Pferd aus mir gegenüber, sondern auch umgekehrt!

Hast Du ein spezielles Ziel, das Du mit (D)einem Pferd erreichen möchtest?

Da ich absolut keinen sportlichen Ehrgeiz habe, sind meine Ziele relativ tief gesteckt und eigentlich auch selten klar formuliert. Gerade im Umgang mit Tieren sind Ziele schliesslich nur zu erreichen, wenn sowohl Mensch als auch Tier dazu beitragen können (mental und körperlich). Je nach Charakter von Pferd und Reiter können Ziele dann umso mehr zu Druck werden, welcher den Fortschritt hemmt. Mein einziges grosses Ziel ist deshalb, ohne Druck immer einen Schritt weiter zu kommen und mich über jedes positive Erlebnis zu freuen! Das kann sowohl ein erfolgreiches Training als auch ein Ausritt ohne Zögern bei gefährlichen Sachen sein.

Christina Rufener

Berichte uns über jemanden, der Dir und Deinem Pferd in besonderer Weise geholfen hat und welche/r auf 4my.horse präsent ist

Diese Entscheidung fällt mir sehr leicht: Eva Weber. Sie hat meine reiterliche Laufbahn entscheidend geprägt und ich kann behaupten, dass ich alles, was ich heute kann, von ihr gelernt habe. Angefangen hat alles im Jahr 2012 mit einem Praktikum auf ihrem Betrieb, und noch heute arbeite ich sporadisch bei Webers im Emmental. Ausserdem konnte ich Eva dazu überreden, bei uns im Stall Reitstunden zu geben – obschon sie mit den bei ihr untergebrachten Ausbildungspferden zur Genüge ausgelastet ist. Ich darf auch ab und zu eines ihrer Pferde in Trainings reiten und profitiere jedesmal enorm.

Eva’s Art, jedem Pferd mit der gleichen positiven Einstellung zu begegnen, hat mich von Anfang an zutiefst beindruckt. Sie hat die Fähigkeit, die Grenzen von Können und Wollen sowohl beim Pferd als auch beim Reiter zu erspüren und sie entsprechend genau dort abzuholen, wo sie stehen oder hängengeblieben sind. Ihre Konsequenz und perfektes Timing mit Lob und Pausen gibt den Pferden dabei einen stabilen Rahmen, in dem sie sich ihren Möglichkeiten entsprechend weiterentwickeln können. Eine so fröhliche und begeisterungsfähige Trainerin zu haben ist wahnsinnig motivierend und eine Bereicherung für Pferd und Reiter!

Christina Rufener

Du bist Pferdefreund auf 4my.horse und Du weisst, dass sich das Pferdeportal für einen pferdegerechten Umgang stark macht. Was bedeutet das für Dich?

Pferde- und generell tiergerechter Umgang ist mir extrem wichtig, schliesslich arbeite ich auch im Bereich Tierschutz. Es ist mir ein grosses Anliegen, nicht nur Haltung, Fütterung und Management zu verbessern, sondern auch das Tier als solches wahrzunehmen und entsprechend zu behandeln. Dazu gehört auch, Pferdeverhalten verstehen zu lernen und dieses Wissen im täglichen Umgang anzuwenden.

Wenn Du stellvertretend für alle Pferde einen Wunsch frei hättest; worum würdest Du die Zauberfee bitten?

Ich als Wissenschaftlerin gehe davon aus, dass Pferde auch ohne reitende Besitzer glücklich wären und wir deshalb verpflichtet sind, diesen wunderbaren Tieren ein möglichst bedarfsgerechtes Leben zu bieten. Mein Wunsch an die Zauberfee wäre deshalb, allen Pferdebesitzern Verständnis für das Wesen Pferd zu schenken, entsprechend zu handeln und ihnen Zeit zu geben, ihre Ziele und Wünsche zusammen erreichen zu können.

Am Sprung mit dem Maultier

 

Professional of the month

Eva Weber, Ausbildung für Pferd und Reiter

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