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Weshalb ich keine Bilder über Tierquälerei poste

Ich mach nicht mit!

Schon häufig wurde ich gefragt, weshalb ich auf Facebook keine Botschaften weiter poste, die von Tierquälerei handeln. 

Warum eigentlich nicht? Gerade ich als Tierpsychologin sehe ja so viele Tiere leiden!

Weil es mir nicht gut tut

Und weil es den Tieren nicht hilft! Diejenigen Menschen, welche solche Posts lesen und Mitgefühl für andere Lebewesen besitzen, müssen nicht aufgerüttelt werden.

Diejenigen Menschen, die Tiere quälen, sind sich dessen nicht bewusst und wollen auch keine aufgezwungene, anschuldigende Botschaft. Kommt dazu, dass sie von den aufgebrachten Facebook-Posts wohl in den seltensten Fällen je erfahren.

Jeder darf in seinem Leben selbst Erfahrungen machen. Auch wenn dies für die Tiere verheerende Folgen hat. Es bringt nichts, diese schrecklichen Bilder zu verbreiten! Dadurch entstehen auch beim Betrachter negative Gefühle wie Hass oder Wut. 

Negative Gefühle übertragen sich

Gefühle übertragen sich - zum Beispiel - auf Dein eigenes Pferd. Frage Dich: Was soll mein Pferd davon halten, wenn ich  von Hass erfüllt auf ihm sitze? Soll es mir dann mit Liebe begegnen?! Wohl kaum. Dein Pferd kann nicht einordnen, dass diese Emotionen nicht mit ihm zu tun haben. Es bekommt Angst und bezieht diese negativen Gefühle auf sich. Und damit bist Du auf derselben emotionalen Schiene wie der angeprangerte Tierquäler. Verstehst Du diesen Teufelskreis?

Deine Wut und Dein Hass bewirkt also genau das Gegenteil! 

Bitte kein Fremdschämen!

Heute habe ich gelesen: „ICH schäme mich für jeden Menschen, der sein Tier aussetzt.“

Schäme Dich nicht für solche negativen Menschen! Das braucht Deine Energie und hilft dem ausgesetzten Tier nicht weiter! Man braucht sich nicht zu schämen für solche Menschen…denn es kommt alles zu ihnen zurück.

Wer Hass verbreitet, erntet Hass…wer Liebe verbreitet, erntet Liebe.

Was geht in Dir vor?

Ich habe mich in der Vergangenheit immer wieder angezogen gefühlt von solch negativen Botschaften. Vor lauter Groll und Zorn habe ich ganz vergessen, dass da vor mir ein sensibles Pferd steht, welches spürt, was jetzt da in mir für grausame Dinge vorgehen.

Ich frage mich eben auch…weshalb haben wir es nötig mit dem Finger auf solche Menschen zu zeigen? Machen wir selber denn immer Alles 100% richtig? Was ist denn richtig? Wer definiert, was richtig und falsch ist im Bezug auf Pferde?

Wo fängt Tierquälerei denn an?

Fragen wir uns selber

Ist es okay, einem Pferd eine Trense ins Maul zu schieben und das Maul zusammen zu schnüren, damit wir es besser kontrollieren können? Weshalb tun wir so etwas? Ah, weil wir reiten möchten…hmmm. "Weil es sicherer ist", höre ich oft. Provokativ gefragt: Hat es das Pferd so gewählt? Mag es das, geknebelt durchs Gelände gejagt zu werden? Seltsam, die einzigen Menschen, die sich das gefallen lassen würden, pflegen ihre besonderen Vorlieben zumeist in S...Studios auszuleben. Sind Pferde demzufolge Masochisten? 

Ich persönlich reite nur noch, wenn das Pferd damit einverstanden ist. Das heisst, ich stehe auf einen Steg oder ähnliches und wenn mich das Pferd abholt, dann reiten wir. Wenn nicht, weiss ich, habe ich es nicht verdient und lasse es sein. Und ja…manchmal bin ich enttäuscht. Ich fühle und fokussiere dann diese Enttäuschung. "Das hat jetzt nichts mit meinem Pferd zu tun! Es ist nicht geboren worden, um geritten zu werden!" Wenn mein Pferd nicht mit mir zusammensein mag, weil ich nicht ruhig und entspannt bin, dann ist das mein Problem und nicht das des Pferdes.

Geboren, um zu...?

Andere Frage…sind wir geboren worden, um geknechtet zu werden? Klar, auch wir müssen arbeiten und man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass auch ein Pferd etwas für die Finanzierung seines Lebensunterhaltes tun muss. Doch reicht dies als Rechtfertigung dafür aus, dass es uns unter allen Umständen und zu jeder Zeit zum Reiten zur Verfügung stehen muss? Dies erinnert mich dann doch sehr an Sklaverei. Sklaverei unter dem Deckmantel, das Pferd brauche Bewegung. Doch sind wir ehrlich: in artgerechter Haltung bewegt sich ein Pferd genügend! Und wirkt dabei völlig ausgeglichen und zufrieden.

Wem würde man es zumuten, 23 Stunden am Tag in einer Kiste oder Box zu leben, die gerade mal doppelt so lang ist wie der eigene Körper? Aus der man nur herausgeholt wird, um eine Stunde Auslauf zu erhalten, womöglich noch mit einem Stück Metall im Mund? Einer Katze? Einem Hund? Oder doch nur dem Bewegungstier schlechthin, dem Pferd? Denn so sieht die Realität für viele Pferde aus. Ist das nun normal oder Tierquälerei?

Ich persönlich verstehe hier die Welt nicht mehr. Wann ist es 'nötig', Hassbotschaften zu verbreiten und wann ist eine Situation 'völlig okay'?

So, meine persönliche Meinung weisst Du jetzt

Ich finde es auch in keinster Weise in Ordnung andere Lebewesen zu quälen…aber ich versuche nicht mehr mit dem Finger auf solche Menschen zu zeigen, sondern einfach bei mir hinzusehen.

Wer Liebe sät

Geniess die Liebe und Freundschaft zu Deinem Tier…setze Alles daran, diese Beziehung zu stärken. Dann bist oder wirst auch Du ein Pferdemensch, denn Du bewundern kannst.

Und lass Dir nicht ein X für ein U vormachen. Mancher Profi, der in der Öffentlichkeit gut dasteht, könnte in den eigenen vier Wänden Methoden anwenden, bei welchen Dir schlecht werden könnte…

Höre auf Dein Gefühl

Spüre, wie es dem Pferd geht. Höre aufs GEFÜHL, nicht auf den Kopf!

Und irgendwann.... irgendwann sind auch einige der Menschen, welche momentan noch Tiere quälen, von Deinem Tun fasziniert und möchten es Dir gleichtun. DANN hast Du etwas für die Tiere getan!

 

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