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Nachts sind alle Katzen grau

Wie sehen Pferde?

Pferde sehen anders

Wieso sehen Pferde nachts besser als wir und wenig Farbe? Das erklärt sich aus der Anatomie der Augen und aus der Evolutionsgeschichte. Wie sehen Pferde denn dann?

An der University of Wisconsin hat man festgestellt und untersucht, dass Pferde Dichromaten sind und die Farben Blau und Gelb von ihnen am besten gesehen werden. Und den Rest? Wahrscheinlich in Grautönen.

Generelles Farbsehen ist für ein Pferd nicht unbedingt wichtig, es erklärt sich aus der Entstehung des Pferdes warum diese die Welt nicht wie wir in Farbe sehen.

Farbsehen geht auf Kosten des Formensehens.

Der Umriss eines perfekt farblich getarnten Jägers kann so schneller erkannt werden. Die Jäger sehen wahrscheinlich ähnlich wie die Pferde. Selbst das Militär nutzt schwarz-weiß Bilder zur Aufklärung, obwohl die Farbbilder brillant sein dürften, aber ein getarnter Panzer, ist so besser zu erkennen.

Warum jetzt gerade blau und gelb weiß noch keiner so ganz genau und wir verlassen uns mal auf die Studien von Dr. Joseph Carroll, sowie die ganze Fachwelt auch.

Pferde sehen auch nachts wesentlich besser als wir.

Sie haben da einen Trick und einen eingebauten Restlichtverstärker in den Augen. Das Tapetum Lucidum. Es ist bedeutsam für das Dämmerung - und Nachtsehen. Es nutzt das einfallende Restlicht und „verstärkt“ es. So kann das Pferd auch bei Dämmerung und Nacht besser sehen. Es ist eine hinter den lichtempfindlichen Strukturen, in der Aderhaut, gelegene Schicht, die aus Guaninkristallen gebildet wird. 

Das Licht, welches auf die Lichtrezeptoren der Netzhaut fällt, wird vom T.L. reflektiert und erregt dieselben Rezeptoren erneut. Die Effektivität der beleuchteten Retinapartien wird erhöht. Man kennt die reflektierenden Augen, wenn man nachts die Pferde mit einer Taschenlampe oder einem Autoscheinwerfer anblendet. Pferde sind dadurch auch etwas lichtempfindlicher als Menschen. Reflektierende Gegenstände etwa nimmt das Pferd noch stärker wahr als der Mensch.

Allerdings wird auch bei Nacht das Farbsehen gemindert, also auch blau und gelb verschwinden. Jje dunkler es wird sehen auch wir übrigens keine Farben mehr, dafür können wir die Formen noch erkennen.

Text: Michael Geitner und Alexandra Schmid

Das Pferdeauge

 


Dichromaten - Wikipedia: 

Dichromaten (griechisch di-, "doppel-" und chroma, "Farbe") sind Lebewesen, die zwei verschiedene Arten von Zapfen (Farbrezeptoren) in der Netzhaut haben.

Während die meisten Wirbeltiere wie VögelFischeReptilien und Amphibien Tetrachromaten sind, sind die meisten Säugetiere Dichromaten (blau + grün). Der Grund dafür dürfte die nachtaktive Lebensweise der Vorfahren gewesen sein, bei der zwei Zapfentypen verloren gingen. Nur die Altweltaffen - zu denen auch der Mensch zählt - haben sekundär wieder einen dritten Zapfen durch eine Genduplikation des L-Zapfens erhalten und sind somit Trichromaten. Als dritte Farbe sehen sie rot, nützlich zum Erkennen roter Färbung von Haut und Blut, womit Stress und andere soziale Signale wahrnehmbar sind.

Gesunde Menschen besitzen drei Zapfentypen: rot-, grün- und blauempfindliche. Fällt einer dieser Zapfentypen erblich bedingt aus, werden die Betroffenen als Dichromaten bezeichnet. Je nachdem, welcher der drei Zapfentypen ausfällt, resultiert eine ProtanopieDeuteranopie oder Tritanopie.

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