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Das Maklermandat, oder: der Pakt mit dem Teufel

Makler? Kenn ich! Hab auch einen. Und für welche Versicherung arbeitest Du?

Eine Formulierung, die jeder Makler, gerne auch mal „Markler“ genannt, kennt und die ihn zu einem tiefen Seufzen veranlasst. Warum?

Makler vs. Versicherungsvertreter

Ganz einfach: Ein Makler arbeitet niemals für einen Versicherer! Diejenigen, die so etwas machen, nennt man Vertreter. Denn sie vertreten ihren Produkt- und Brötchengeber sowie dessen Interessen. Deswegen heißen sie ja auch „Vertreter“ (das Wort kommt ja nicht von ungefähr). Diese Leute sind deswegen keine schlechten Menschen, aber: egal wann und zu welcher Fragestellung sie etwas aus ihrem Köfferchen zaubern, steht immer der Name des Versicheres oder Konzerns drauf, für den sie arbeiten. Entsprechend eingeengt ist deren Auswahl.

Der Makler ist dagegen ein wenig das enfant terrible der Branche – zumindest aus der Sicht einiger Versicherer. Denn: wir vertreten die Interessen unserer Auftraggeber und nicht die der Versicherer. Und genau das schmeckt einigen Versicherern ganz und gar nicht.

Der Begriff „Makler“ deutet es eigentlich schon sehr deutlich an: wir „makeln“, führen also zwei sich suchende und zueinander passende Stellen zusammen (man kennt das ja z. B. auch vom Immobilienmakler). Für Dich heisst das: Du hast ein x-beliebiges Problem, dass Du gerne versicherungstechnisch lösen / absichern möchtest. Als Dein Makler erfasse ich Deine Situation und lasse dann – sinnbildlich gesprochen – die Versicherer in Reih und Glied antanzen. Dann heißt es „Hose runter lassen“ (nicht Du – die Versicherer!) und es wird geguckt, welcher der Versicherer Dein Anliegen am besten lösen kann / das am besten zu Dir passende Produkt anbietet. Wenn Dir das zusagt, bekommt dieser eine Versicherer den Zuschlag, alle anderen gehen leer aus und wir sind glücklich. So einfach ist das!

Kleiner Exkurs: Wenn Du dann ein paar Tage später Deine Police in Deinen Händen hältst, wirst Du feststellen, dass Deine Versicherung (wenn es sich um eine Sachversicherung handelt) für exakt 1 Jahr läuft. Darin manifestiert sich z. B. das oben Gesagte: Die Versicherer haben natürlich ein Interesse daran, Dich möglichst lange an sich zu binden, Dir also einen Vertrag mit 3 Jahren Laufzeit aufzubinden. Der Versicherungsvertreter verkauft Dir deshalb auch ganz selbstverständlich solche Verträge; er „muss“ es geradezu. Und was wollen wir beide stattdessen? Richtig: Passende Verträge, aber ohne Knebelungen und unnötige Verpflichtungen – dafür aber Flexibilität und Freiheit. Kurz: Einen Vertrag mit 1 Jahr Laufzeit, den wir – wenn wir möchten – nach dieser Zeit wieder kündigen und woanders eindecken können ( woanders eindecken = sich einfach einen anderen Anbieter aussuchen und das Risiko dort versichern). Kündigen wir nicht, läuft der Vertrag, wie sonst auch, ganz normal von alleine weiter.

Von dieser Regel gibt es (seltene) Ausnahmen, die dann aber begründet sind.

Das Maklermandat, oder: der Pakt mit dem Teufel

Waaas? Du hast einen Maklerauftrag / ein Maklermandat unterschrieben? Wie konntest Du nur?!? Wusstest Du denn nicht, dass der Makler jetzt ohne Dein Zutun einfach für Dich Verträge abschließen oder sogar einfach so kündigen kann?!?

Ja sicher, Du Blitzbirne. Das ist schließlich der Sinn und Zweck eines solchen Mandates!

Lass Dir von Leuten, die solche (dummen) Aussagen von sich geben, keinen Schrecken einjagen. Hier die Erklärung, was es mit diesem Mandat wirklich auf sich hat:

Wie ich zuvor sagte, bin ich als Makler nicht der Vertreter der Versicherer, sondern Deiner bzw. der Deiner Interessen. Als ein solcher muss ich mich außen hin auch legitimieren können. Vielleicht kennst Du sowas bereits: Wenn Du schon einmal einen Anwalt für die Vertretung Deiner Interessen konsultiertest, kam ganz sicher irgendwann der Punkt an dem Du ihm eine Vertretungsvollmacht unterzeichnen musstet – denn ohne diese kann er nach außen hin ja nicht tätig werden. Bei mir (bzw. bei allen Maklern) ist es ganz genau so.

In der Praxis sieht das z. B. so aus: Der angehende Kunde legt mir seinen Versicherungsordner (egal ob digital oder in Papierform) vor und wünscht, dass ich ihn ab sofort vertrete / sein Ansprechpartner werde. Nehmen wir an, dass dieser Kunde Du bist. Wenn ich nun Deine bisherigen Versicherer kontaktiere und sage, dass ich ab sofort Dein Ansprechpartner bin und Auskünfte zu den Verträgen wünsche, dann werden mir die Versicherer – richtig: einen Vogel zeigen. Deshalb lege ich denen das Mandat vor, mit dem ich nun nachweisen kann, dass Du genau dies ausdrücklich wünschst. Fertig.

Ich werde in dem Augenblick unserer Unterschrift unter dieses Mandat Dein Ansprechpartner für alle Belange, von der Adressänderung über die Anpassung / Aktualisierung bestehender Verträge, als Beistand im Schadenfall – und bis hin zur Kündigung von Verträgen. Auch Neuabschlüsse kann ich selbstverständlich für Dich ganz unkompliziert erledigen.

Beispiel gefällig? Gerne!

A) Du kaufst ganz spontan ein Pferd (sowas soll ja schon mal vorgekommen sein). Nun stehst Du da und brauchst ganz schnell eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.

  • Option 1: Losrennen in (irgend) ein Versicherungsbüro, irgendwann eine Unterschrift unter irgendeinen Antrag um irgendwie irgendeinen Versicherungsschutz zu bekommen.
  • Option 2: Ein Anruf bei mir / einen Zweizeiler per Mail oder per Whatsapp an mich, eventuell noch kurzes Abklären gewisser Grunddaten – und zack, zaubere ich Dir innerhalb von Minuten ohne weiteres Zutun Deinerseits einen passenden Versicherungsschutz aus dem Hut. Du bekommst eine Antragskopie sofort per Mail zugesandt und kannst diese ebenso sofort auf ihre Richtigkeit prüfen.

B) Dein Pferd verstirbt. Was ist Dir in dieser schlimmen Lage nun lieber:

  • Option 1: Selbst eine Kündigung an den Versicherer aufsetzen, ggfs. Rückfragen bekommen oder in einem Büro vorbei schauen müssen, oder….
  • Option 2: Einfach eine kurze Nachricht (Anruf, Mail, Whatsapp) an mich, woraufhin ich stellvertretend für Dich die sofortige Kündigung / Aufhebung des Vertrages veranlassen kann, ohne dass Du Dich zu allem anderen auch noch damit belasten musst.

Siehst Du – jetzt weißt Du, wozu ein Maklermandat da ist. Du gibst dabei keine Kontrolle ab. Alles geschieht stets nur in enger Absprache mit Dir und gemäß Deinem Willen. Über sämtliche Schritte wirst Du zeitnah in Kenntnis gesetzt (z. B. über das bekannte „cc“ in E-Mails) und weißt daher stets Bescheid!

Ganz nebenbei stehe ich stets schützend zwischen Dir und den Versicherern. Ich prüfe deren Angebote, filtere deren Werbe-Blabla und die Worthülsen raus, achte stets darauf, Dir das passende Angebot herauszusuchen und eröffne Dir so den Zugriff auf nahezu sämtliche auf dem deutschen Markt tätigen Versicherer.

Wäre ich ein Tab für die Spülmaschine, so wäre ich keine „3-in-1“- oder 5-in-1“-, sondern die „All-in-one-Lösung“. Aber zum Glück bin ich ja kein Spülmaschinen-Tab.

Das Vollmandat – oder: der unglaublich fürchterliche Pakt mit dem Teufel

Das, was ich oben beschrieb, ist das sogenannte „Vollmandat“ – ich werde Dein Ansprechpartner für alle Verträge. Es ist die – im Regelfall – einzig sinnvolle Form, einen Makler zu konsultieren. Wieso, das dürfte sich aus dem bisherigen Text ergeben haben. Einen Anwalt beauftragt man schließlich auch nicht „nur ein bißchen“, sondern richtig. Siehste, ist hier genau so.

In begründeten Einzelfällen weiche ich von dieser Maxime ab und vereinbare auch eingeschränkte Mandate, welche sich auf bestimmte Bereich beschränken. Der Grundsatz bleibt aber: ganz oder gar nicht. Denn nur so ergibt das Alles einen wirklichen Sinn.

Ob Du nun Azubi(ne) oder Student(in) bist und nur ganz wenige Verträge Dein Eigen nennst oder mit einem prall gefülltem Ordner zu mir kommst, ist mir dabei völlig egal! Ich unterscheide nicht zwischen arm und reich, Dressurmenschen mit Blink-Blink auf dem Stirnriemen oder in vermatschten Schuhen ankommender Offenstall-Selbstversorgern; mir geht es ums Prinzip. Alle Beteiligten sollen was von der Sache haben: Du eine umfassende Betreuung durch mich / mein Büro und ich möchte nach Möglichkeit auch von meiner Abeit leben und meine Angestellten bezahlen können.

Das wir menschlich zusammen passen, ist dabei das Wichtigste. Der Rest ergibt sich dann.

Alles schön und gut – aber was kostet das extra?

Nicht einen einzigen Euro.

Kann man das Maklermandat wieder kündigen? Welche Frist gilt dabei?

Mein Mandat ist jederzeit kündbar. Ich verzichte bewusst auf die Einhaltung einer Frist; Du kannst jederzeit ohne Angaben von Gründen gehen.

Das gleiche Recht habe ich allerdings auch. Ich muss lediglich eine per Gesetz festgelegte Frist von 4 Wochen einhalten. Aufgrund meiner Sorgfaltspflichten darf ich Dich nur im begründeten Ausnahmefall fristlos vor die Tür setzen. Aber: zu solchen Maßnahmen kommt es nur extrem selten.

Müssen bestehende Versicherungsverträge gekündigt werden?

Nein, natürlich nicht! Bei bestehenden Verträgen wird geprüft inwiefern sie zu Dir passen und wie das Preis/Leistungsverhältnis aussieht. Ob dann eine Anpassung oder Umdeckung zu einem anderen Versicherer erfolgt, ergibt sich aus dem Ergebnis dieser Überprüfung. Ist alles super, erfolgt nur die Übertragung in meine Betreuung und das war´s.

Insbesondere bestehende Krankenversicherungen und / oder kapitalbildende Verträge wie Rentenversicherungen usw. sind im Regelfall absolut tabu und werden nicht angerührt. Hier kommt es nur in äußerst seltenen und ausführlich begründeten Einzelfällen zu Umdeckungen.

Moment mal – ich wohne zig oder gar hunderte Kilometer von Dir entfernt… Muss ich jetzt jedes Mal zu Dir ins Büro fahren oder kommst Du zu mir gefahren?

Weder noch. Wir leben im 21. Jahrhundert. Da verbläst man keinen unnötigen Sprit mehr, sondern telefoniert. Und schickt Mails. Und nutzt bei Bedarf (also nicht jedes Mal) so wundersame Dinge Videokonferenzen bzw. Bildschirmübertragungen mittels Teamviewer & Co.

Kurz: Du bekommst von mir eine Mail mit einem Link darin. Auf diesen Link klickst Du und bist innerhalb allerkürzester Zeit auf meinem Rechner drauf. Also nicht wirklich – aber Du siehst, was auch ich gerade auf dem Bildschirm sehe. Das ist dann so, als würden wir zusammen vor einem Bildschirm sitzen auf dem ich Dir was zeige.

Das funktioniert seit vielen Jahren ganz wunderbar; unzählige bundesweit verteilte Kundinnen und Kunden können es Dir aus jahrelanger Zusammenarbeit bestätigen.

Unabhängig davon bist Du auch gerne in meinem Büro willkommen! Wir haben immer einen Kaffee, Tee oder gekühlte Getränke für Dich parat.

„Huuuups, war ich das etwa?“ oder: Was ist, wenn der werte Herr Vierpfotenmakler Mist baut?

Das eine solch weitreichende Vollmacht wie das Maklermandat eine sehr harte Haftung inkl. umgekehrter Beweislast nach sich zieht, dürfte auf der Hand liegen.

Was nun, wenn mir ein Fehler unterläuft wird und Dir daraus ein Nachteil (z. B. fehlender Versicherungsschutz im Schadenfall) entsteht? Ganz einfach: Dann muss ich meinen Kopf hinhalten. Um das abzusichern, muss ich (und jeder andere Makler) zwingend eine sogenannte „Vermögensschadenhaftpflichtversicherung“, kurz: VSHV, unterhalten. Ohne einen solchen – sündhaft teuren – Vertrag darf ich gar nicht tätig werden. Der Gesetzgeber schreibt (Stand 02/2017) eine Mindestversicherungssumme i. H. v. 1,23 Mio. € vor (frag mich nicht, wer sich solch schräge Zahlen ausdenkt).

Angesichts dessen, was hier abgesichert wird, ist das aus meiner Sicht ein geradezu lächerlicher Betrag.

Meine VSHV hat daher die derzeit maximal erreichbare Deckungssumme von 5 Mio. €. Extra für meine und Deine Sicherheit. Dafür reicht aber auch die Bezeichnung „sündhaft teuer“ nicht mehr als Beschreibung aus für das, was ich an Versicherungsbeiträgen auf die Theke legen darf. Aber das ist ja nun mein Problem. Ich wollte es nur mal erwähnt haben. :o)

Wie sieht das mit den Kosten aus? Wer bezahlt den Makler?

Das ist eine gute Frage, denn bei mir darfst ganz alleine Du darüber entscheiden.

Üblicherweise erfolgt die Bezahlung eines Maklers über Courtagen / Provisionen. Das heisst, ich koste Dich nichts. So zumindest verkaufen es Dir die Versicherer ganz gerne, denn natürlich kostet Dich das was – meine Entlohnung steckt dann einfach in den Versicherungsbeiträgen die Du zahlst. Dieser Weg ist bekannt, etabliert und bei den meisten sehr beliebt. Aber auch nur weil die meisten nicht wissen, was da im Hintergrund teilweise abläuft.

Ich zeige Dir daher sehr (!) gerne eine Alternative auf; diese nennt sich „Honorarvermittlung“. Das heisst, Du bezahlst mich selbst und bekommst dafür sogenannte „Nettopolicen“; man kann es auch „Honorartarif“ nennen. Die Unterschiede sind teilweise erschreckend krass. Und lass Dir auch hier keine Angst machen: Doch, Du kannst so etwas bezahlen (wenn Du willst). Es gibt immer Möglichkeiten, das zu bewerkstelligen. Außerdem bin ich Idealist und komme Dir auch gerne entgegen, um Dir zu ermöglichen in den Genuss dieser Option zu kommen. Lass uns einfach zu gegebener Zeit darüber reden / Rechenbeispiele anstellen und dann entscheidest ganz alleine Du.

Provision vs. Honorarvermittlung

Vorteile der Provision:

  • Du stotterst meine Bezahlung über Deine Versicherungsbeiträge ab, quasi wie bei einem Darlehn
  • „Es kostet Dich nichts“
  • Jeder kann sich „für lau“ eine Beratung leisten

Nachteile:

  • Teilweise viel teurer als man glaubt
  • intransparent
  • es schwebt immer die Befürchtung im Raum, man habe etwas verkauft bekommen, an dem der Berater am meisten verdient.

Vorteile der Honorarvermittlung:

  • Direkte, transparente und von vornherein klar geregelte Bezahlung direkt durch Dich
  • 100%ig garantierte Neutralität des Beraters / Vermittlers bei der Produktauswahl
  • Du bekommst im Gegenzug Policen, welche dauerhaft günstiger sind
  • keine versteckten / zusätzlichen Kosten seitens der Versicherer
  • zu guter Letzt die eigentlich einzig korrekte Bezahlung eines Maklers, denn ein Steuerberater wird schließlich auch nicht vom Finanzamt oder ein Arzt nicht vom örtlichen Bestatter bezahlt.

Nachteile:

  • Ganz ehrlich? Ich kenne keine.
  • Obwohl… doch, ein Nachteil fällt mir ein: Manchmal ist das berechnete Honorar geringer als es die Provisionszahlung wäre. Aber auch für mich ist das Leben halt kein Ponyhof; irgendwas ist immer.

Kurz: Lass uns einfach drüber reden. Wie gesagt: Am Ende entscheidest ganz alleine Du.

Und was wolltest Du nun noch machen?

Ach ja, richtig: Ein Date mit mir vereinbaren! Hier geht´s zu meinem Terminkalender

Ich freu mich auf Dich!

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