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Grünhafer - das Kraftfutter mit Raufuttercharakter

Von Pferden geliebt

Als klassisches Futtermittel für Pferde ist der Hafer immer wieder einmal in Verruf geraten, Pferde ‚heiss‘ zu machen. So wird in Foren lang und breit über Hafer diskutiert, Unwissenheit, Mythen und Vorurteile weiter geschürt.

Viele Pferdebesitzer sträuben sich daher gegen die Fütterung von Hafer und praktisch in jedem Pferdefuttersortiment ist ein Müesli ohne Hafer erhältlich. Hafer hat diesen schlechten Ruf aber zu Unrecht, vor allem auch, wenn man die ganze Pflanze verwertet.

Pferde bevorzugen Grünhafer

Der unreife Hafer

Wenn Hafer unreif geerntet, gehäckselt, in der Trocknungsanlage getrocknet und locker pelletiert wird, entsteht der sogenannte Grünhafer. Dies ist ein Kraftfutter mit Raufuttercharakter, das keine Schimmelpilze enthält und auch in grösseren Mengen bei Zahnproblemen eingesetzt werden kann.

Der Cafeteria-Versuch

Frau Dr. Kerstin Schneider, die schon vor längerer Zeit auf die Idee mit der Verwendung der ganzen Haferpflanze gekommen ist, hat bei ihren Pferden einen sogenannten Cafeteria-Versuch gestartet. Dabei bot sie in Futterspendern verschiedene Futtervarianten an und liess die Pferde selber entscheiden, welches Futter sie fressen mögen. In diesem Versuch hatten vergleichbare Gras- und Heucobs keine Chance: Die Pferde bevorzugten eindeutig den Grünhafer.

Eine ausgewogene Zusammensetzung

Durch die Verwendung der ganzen Haferpflanze entsteht ein Futtermittel mit einem Rohfaseranteil von knapp 30% und nur 10% Stärke, das somit Raufuttercharakter hat. Bei Bedarf, vor allem beim Fellwechsel, empfiehlt es sich, ein passendes Mineral- oder Spurenelementfutter dazuzugeben.

Probieren geht über Studieren

So wie einige Pferde ihr Heu vor dem Fressen mit Wasser befeuchten, mögen einige Pferde den Grünhafer lieber, wenn die Pellets vorher mit Wasser eingeweicht werden. Das kann zu Beginn einige Testfütterungen mit unterschiedlicher Wassermenge erforderlich machen.

Grünhafer in Pelletform

Für folgende Pferde wird Grünhafer besonders empfohlen 

  • Pferde, die gefährdet sind, insulinresistent zu werden

  • Pferde, die schon Hufrehe haben (Fütterung in kleinen Mengen)

  • mäkelige Pferde

  • „sauer gefütterte“ Pferde

  • Pferde mit Magengeschwüren

  • gesunde Pferde

Pferde haben trotz der Domestikation ihren Magen-Darm-Trakt nicht auf hohe Getreidemengen umgestellt und sind Steppenbewohner!

Informationsquelle: pferdialog.de

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